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Frühjahrsputz für die "alten" Schätze in der "Castello Campagnolo" ...

Ein Name, eingeprägt in das glänzende Metall, begegnet einem beim Betrachten der Komponenten, immer wieder: Campagnolo. Der italienische Hersteller von Rennradteilen ist eine Legende. Tullio Campagnolo, der die Firma 1928 gründete, war selbst Rennradfahrer, doch die entscheidenden Impulse für den Sport gab er als Erfinder. Es war bei einem Rennen am 11. November 1927, als Campagnolo der Kragen platzte. Rennräder hatten zu dieser Zeit nur zwei Gänge. Um von einem in den anderen zu wechseln, mussten die Fahrer das Hinterrad ausbauen, umdrehen und wieder einbauen. Doch an diesem Tag war das so gut wie unmöglich. Mit eiskalten Fingern versuchte Campagnolo im Schneetreiben an einem Dolomiten-Pass die Flügelschrauben am Hinterrad loszudrehen - es dauerte eine kleine Ewigkeit. Kostbare Zeit in einem Rennen.

Diesen Reinfall ließ der findige Radsportler nicht auf sich sitzen. Nur Monate später hatte er den Schnellspanner erfunden; seither lässt sich das Hinterrad durch einfaches Umlegen eines Hebels lösen. Doch Campagnolo wollte Gangwechsel noch leichter machen - und erfand 1930 die erste Kettenschaltung. Bis heute funktioniert diese Erfindung noch im Wesentlichen, wie Campagnolo sie damals ersann!